Der Teide vom Loro Parque aus.
Wanderung auf den Teide
Spaniens höchster Berg befindet sich auf der Kanareninsel Teneriffa und ist 3718 Meter hoch.
Diese UNESCO Weltnaturerbestätte ist umgeben vom Nationalpark Teide der in ca. 2000 m Höhe liegt. Da sich dieses Gebiet etwa in der Mitte der Insel befindet, ist es von allen Touristenorten recht gut zu erreichen, wobei Sie bedenken sollten, für die engen, kurvenreichen Strassen im Gebirge einiges an Fahrzeit mehr einzuplanen.
Deshalb ist es für einen reinen Wanderurlaub ideal, direkt im Nationalpark zu wohnen. Einziges Hotel ist das Parador National. Die im Chaletstil gebaute Unterkunft liegt am südlichen Rand der Hochebene und hat ca. 35 Zimmer auf 3 Etagen.
Da die Höhe den Körper stark belastet ist es zu empfehlen, mit kleineren Wanderungen in den Canadas, den ebenen Sedimentschichten am Fuße des Kessels zu beginnen und den Aufstieg zum Teide-Gipfel erst nach ein paar Tagen Akklimatisation in Angriff zu nehmen. Eine Wanderkarte gibt es im Informationszentrum neben dem Hotel.
Vielleicht möchten Sie auch erst einmal die Seilbahn zur Bergstation La Rambleta in 3550 m Höhe nehmen und sich einen Überblick verschaffen. Sie fährt täglich 9 Uhr-16 Uhr, außer bei schlechten Wetterbedingungen. Die Fahrt dauert ca. 10 Minuten und kostet für Hin- und Rückfahrt 24 EUR.
Das Betreten des letzten Stücks, von der Bergstation bis zum Gipfel, also 168 Höhenmeter, sind nur mit einer Sondergenehmigung erlaubt. Diese erhalten Sie in der Hauptstadt Santa Cruz beim Ministerio de Medio Ambiente, Calle Emilio Calzadilla 5. Eine Person kann für insgesamt 5 Wanderer gleichzeitig die Erlaubnis einholen. Dabei müssen die anderen 4 Teilnehmer nicht mit vor Ort sein. Es genügen die Passnummern und eine Kopie des Passes des Anmelders. (vor Ort kann nicht kopiert werden) Eine Gebühr wird nicht erhoben. In den Sommermonaten müssen Sie mit mehreren Stunden Wartezeit rechnen. Neuerdings soll die Genehmigung auch per Fax einholbar sein. (+34 922 244 788) Damit geht keine wertvolle Urlaubszeit verloren. Ich habe es allerdings noch nicht ausprobiert. Das Auto lässt man am Besten im nahe gelegenen Parkhaus.
Der eigentliche Einstieg in die Route auf den Teide Gipfel ist an der Montana Blanca. (Beschilderung vorhanden). Hier ist auch Platz zum Abstellen für einige Autos. Zunächst geht es recht gemächlich nach oben doch schon bald wird der Anstieg richtig giftig, schließlich sind 1400 Höhenmeter zu überwinden. In 3260 m Höhe erreichen Sie die Schutzhütte Altavista. Hier ist auch eine Übernachtung möglich. Wenn die restlichen 290 Meter bis zur Seilbahnstation auch wenig anmuten, so wird die Luft doch immer dünner und die Schritte verlangsamen sich. Dort angekommen wird für den weiteren Aufstieg die Genehmigung und der Pass benötigt. Sie haben eine Zeitspanne von 2 Stunden (zeitlich vorher festgelegt) um bis zum Gipfel und zurück zu kommen. Vom Gipfelkrater selbst sollten Sie sich nicht allzu viel versprechen. Außer ein paar verschwefelten Steinen ist nicht viel zu sehen.
Wenn Sie auf den Abstieg verzichten und mit der Seilbahn nach unten fahren, sprechen Sie auf dem Parkplatz einen Autofahrer an ob er Sie mit bis zu Ihrem Auto an der Montana Blanca nimmt. Meist ist das kein Problem und die Anerkennung für Ihre außergewöhnliche Leistung ist Ihnen sicher.
Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass diese Tour nur für gesunde, geübte Wanderer zu schaffen ist. Ausreichend Proviant, Wasser, Sonnenschutz und funktionelle Kleidung sind selbstverständlich. Dafür werden Sie mit einem grandiosen Blick auf die Caldera – den einst eingestürzten, 16 km breiten Krater – belohnt. Da die Passatwolken nicht höher als 1700 Meter steigen scheint fast immer die Sonne. Sie sehen in welchen Strömen das Magma geflossen ist und wie weit die Eruption riesige Steine geschleudert hat. Eine scheinbar vegetationslose, bizarre Landschaft. Der Mond lässt grüßen.
Der Gipfel des 3718 Meter hohen Teide.
Globus Reisen